Hann-Flöte
Die Hann-Flöte wurde 2025 von Herbert Hannen erfunden. Auf den ersten Blick sieht sie aus wie eine Blockflöte, weil beim Kopfstück kein Unterschied besteht. Das Anblasen funktioniert deswegen in den unteren Registern auch genauso wie auf einer Blockflöte.
Auf der Hann-Flöte kann aber nicht nur im unteren Register und durch einfaches Überblasen eine Oktave (12 Halbtöne) höher gespielt werden, sondern durch Mehrfach-Überblasen wie auf der Trompete auch eine Duodezime (19 Halbtöne) oder Doppel-Oktave (24 Halbtöne) höher ohne deswegen den Griff ändern zu müssen. Mit einem Griff sind also mehrere Töne möglich.
Für Fortgeschrittene sind über der Doppel-Oktave auch noch die Töne ab der großen Terz und ab der Quinte möglich. Der Tonumfang ist deswegen etwa 50% größer als bei der Blockflöte.
Maßgeblich dafür ist ein ganz anderes Griffteil, das annähernd zylindrisch aufgebaut ist und aus Bambus besteht. Hält man alle 8 Tonlöcher zu, spielt man den tiefsten Ton, der als gis0 bzw. as0 notiert wird. Öffnet man nacheinander die Tonlöcher für die rechte Hand vom kleinen Finger hin zum Zeigefinger, so spielt man die Töne a0, b0, h0 bzw. c1. Die Tonlöcher für die linke Hand sind wie bei der Klarinette angeordnet. Öffnet man diese nacheinander vom Ringfinger hin zum Zeigefinger und dann noch das Daumenloch, so spielt man die Töne d1, e1, f1 bzw. g1.
Die Hann-Flöte gibt es in zwei Baugrößen:
Alt-Hann-Flöte in B (klingend fis1 - g4 oder höher)
Sopran-Hann-Flöte in Es (klingend h1 - c5 oder höher)
Bei Grundschülern ist die Sopran-Hann-Flöte als Einstiegsinstrument besonders beliebt.
Die untere Hälfte des Tonumfangs lässt sich sehr schnell erlernen und aufgrund ihres Griffsystems können auch Stücke mit modernen Harmonien problemlos gespielt werden. Fortgeschrittene können die Sopran-Hann-Flöte durch Nutzung der höheren Register auch als Piccoloflöte einsetzen.
Die Alt-Hann-Flöte, die aufgrund ihres besonderen Klangs für den Einsatz in Pop & Rock Orchestern bestens geeignet ist, wird wie eine Trompete notiert, klingt aber eine Oktave höher.






